Von der Leyen gibt der Bundeswehr neues Traditionsverständnis vor
Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) unterzeichnete am 28. März 2018 in Hannover den überarbeiteten Traditionserlass der Bundeswehr. Er gibt vor, dass die Soldaten bei der Suche nach Vorbildern den Blick künftig vor allem auf die mehr als 60 Jahre lange Geschichte der Bundeswehr richten sollen.
Die eigene Geschichte müsse in den Mittelpunkt der Erinnerungskultur gestellt werden, sagte von der Leyen: „Sie wird zum zentralen Bezugspunkt unserer Tradition“. Die Bundeswehr stehe seit mehr als sechs Jahrzehnten für Recht und Freiheit dieses Landes ein, habe seit einem Vierteljahrhundert zum internationalen Krisenmanagement beigetragen und sich in Einsätzen und im Gefecht bewährt. „Auf diese Geschichte darf die Bundeswehr unendlich stolz sein“, so die Ministerin.
Weder Wehrmacht noch die Nationale Volksarmee der DDR könnten traditionsstiftende Institutionen sein, heißt es in dem Erlass. Trotzdem könnten einzelne Angehörige von Wehrmacht und NVA Vorbilder sein - etwa, wenn sie militärischen Widerstand gegen das NS-Regime geleistet oder sich gegen die SED-Herrschaft aufgelehnt hätten. „Es kommt auf die einzelne Person an, und wir müssen immer sorgfältig abwägen“, sagte von der Leyen. Es gehe um die Frage nach persönlicher Schuld: „Militärische Exzellenz allein genügt jedenfalls nicht“.

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